Professur für Pflanzenernährung

N- und S-Nutzungseffizienz

Beschreibung:
Die Ausnutzung des zugeführten Düngerstickstoffs in landwirtschaftlichen Produktionssystemen ist häufig unzureichend. Bei einem insgesamt geringen Düngungsniveau kann dies zu erheblichen Ertragseinbußen führen, während bei hohem Düngungsniveau Umweltprobleme durch Stickstoffeinträge in natürliche Ökosysteme zu erwarten sind. Zur Verminderung dieser Problematik könnte der Anbau stickstoffeffizienter Genotypen beitragen, die auch bei reduziertem Stickstoffangebot ein hohes Ertragsniveau halten können. In vergangenen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass vor allem die Etablierung einer hohen Kornzahl Voraussetzung für eine hohe Stickstoffeffizienz ist. Im gegenwärtigen Forschungsprojekt soll untersucht werden, inwieweit die Translokation von Stickstoffassimilaten in die reproduktiven Organe hierfür eine Rolle spielt. Dazu soll zunächst die mögliche genotypische Variation im Stickstoffmetabolismus im Übergang vom vegetativen zum reproduktiven Wachstum erfasst werden. Im zweiten Schritt werden die Ursachen und Auswirkungen dieser Variationen mit Hilfe proteinbiochemischer Methoden sowie N-Translokationsstudien weiter verfolgt. Zum Einsatz kommen dabei tropische Maissorten mit bekannten Unterschieden in der Stickstoffeffizienz sowie ein breites Spektrum an Winterrapslinien mit hoher genetischer Variation. Durch die erzielten Ergebnisse soll eine Vereinfachung des Züchtungsprozesses für stickstoffeffiziente Sorten erreicht werden.
 
Kooperationen: Dr. G. Leckband, Hohenlieth -
 
Projektträger: Industrie (NPZ)  
 

Publikationen

Wang et al. (2016): Ann. Appl. Biol. 169: 135-133

Wang et al. (2017): J. Plant Nutr. 40: 524-531